Bachforelle

11. Mai 2018 Aus Von Chefupdate





Info

Die Bachforelle (Salmo trutta fario) kann eine Länge von über 110 cm erreichen und über 18 kg schwer werden. Die Bachforelle ist weltweit verbreitet.

Bachforellen können ausgezeichnet sehen und gehören zu den wenigen Vertretern der lachsartigen Fische, die meistens nachts auf Beutesuche gehen (lichtscheu).

Größere Bachforellen sind immer Einzelgänger und verteidigen ihr Revier sehr energisch. Sie ist bekannt dafür, dass sie selbst größere Hindernisse durch Springen überwinden kann.

Die Bachforelle ist ein äußerst vorsichtiger Fisch und sucht bei Störungen sofort Verstecke auf. Die Bachforelle ist standorttreu und verlässt ihren Platz nur zur Laichzeit oder nach Störungen. Bachforellen sind äußerst empfindlich gegen Gewässerverunreinigungen. Sie benötigt zwingend sauberes und sauerstoffreiches Wasser. Die Bachforelle ist bei Sportanglern (Fliegenfischern) sehr beliebt. Sie wird in der Regel mit Kunstködern (Fliegen) gefangen.

Bachforelle (Salmo trutta fario) gehört zur Familie der Lachsfische (Salmonidae). Sie wird auch Flussforelle, Bergforelle, Steinforelle oder Fario genannt.[amazon_link asins=’3774269661,386820430X,B0000YOLQA,B06XRZFLWT,B00T2SVVTK,B00K5RN0J6,B001BTLSKA,B00JA11MXO’ template=’ProductCarousel’ store=’chud48-21′ marketplace=’DE’ link_id=’07692264-552d-11e8-9e44-a18b60ae60dc’]

Bedeutung als Speisefisch

Die Bachforelle (Salmo trutta fario) ist ein hervorragender Speisefisch. Sie besitzt ein zartes und fettarmes Fleisch und einen feinen Geschmack. Bachforellen besitzen nur wenige Gräten, die sich außerdem sehr leicht entfernen lassen. Bachforellen kann man braten, grillen, dünsten oder räuchern.


Maximales Alter

Die Bachforelle, (Salmo trutta fario) maximal ca. 18 Jahre alt.


Merkmale

Die wichtigsten Merkmale der Bachforelle:

  • ihr Körper ist lang gestreckt und torpedoförmig
  • die Rückenfärbung der Bachforelle ist olivgrün bis bräunlich-grün, die Körperflanken sind silbrig-grün bis golden Flanken, die Bauchseite schmutzig weiß bis gelblich
  • die Körperflanken der Bachforelle sind oben mit schwarzen, darunter mit roten Punkten, meist weiß oder blau umrandet, bedeckt.
  • wie alle Salmoniden besitzt auch die Bachforelle eine Fettflosse ohne Flossenstrahlen. Die Fettflosse ist meist mit roten oder auch schwarzen Flecken bedeckt
  • neben sehr dunklen Exemplaren (Schwarzforellen) gibt es auch helle, gelbliche Exemplare der Bachforelle
  • juvenile (junge) Exemplare zeigen 11-13 ovale, große Flecken. Auch die ansonsten farblose Rückenflosse ist mit kleinen, dunklen Punkten bedeckt. Die anderen Flossen der Bachforelle sind meist dunkel, manchmal teilweise transparent
  • bei jungen Bachforellen ist die Schwanzflosse gegabelt, mit zunehmendem Alter vergradet die Hinterkante der Schwanzflosse
  • das Maul der Bachforelle ist tief gespaltenes, das Maul bezahnt
  • ihr Oberkiefer der Bachforelle reicht bis hinter die Augen
  • die Schuppen der Bachforelle sind sehr klein
  • Flossenformel D III-IV/9-11, A III/7-8
  • Schuppenformel: mLR 110-120

Verwechslungsarten: Bachforellen besitzen fast immer rote Punkte an den Flanken (im Gegensatz zur Regenbogenforelle), keine weißen Vorderränder von Brust- und Bauchflosse (im Gegensatz zu Bach- und Seesaibling) und sind im Querschnitt nicht rund, sondern abgeflacht (im Gegensatz zum Huchen).


Größe

Die Bachforelle, (Salmo trutta fario) kann über 110 cm lang werden, die durchschnittliche Länge beträgt ungefähr 20-35 cm.

Sie kann ein Gewicht von mehr als 18 kg erreichen. Das durchschnittliche Gewicht der Bachforelle beträgt ca. 200-500 gr.

Am 2. Juli 2007 fing der Österreicher Hans-Peter Schaar in Kärnten eine Bachforelle mit eine Länge von 106 cm und einem Gewicht von 16,5 kg.

Im September 2009 landete der Amerikaner Tom Healey im Manistee River im US-Bundesstaat Michigan eine Bachforelle von 111 cm und einem Gewicht von 37,3 Pfund. Dieser Fang wurde offiziell von der IGFA (International Game Fishing Association) als neuer Weltrekord anerkannt.

Die Wachstumsgrößen der Bachforelle ist sehr stark gewässerabhängig und wird vom jährlichen Temperaturverlauf und dem Nahrungsaufkommen bestimmt.

In manchen Mittelgebirgsbächen werden Bachforellen schon mit 12 – 13 cm geschlechtsreif und erreichen kaum mehr als 25 cm Länge. In anderen Gewässern, meist Niederungsbächen, werden Bachforellen hingegen bis zu 80 cm lang und über 5 kg schwer.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Ursprünglich lebte die Bachforelle in Europa von Island bis zur Murmanküste, westlich vom Ural bis nach Afghanistan, Iran, Libanon und im marokkanischen Atlasgebirge.

Seit 1864 erfolgte eine weltweite Verbreitung der Bachforelle, welche in Tasmanien begann. Seither gibt es Bachforellen in den USA und Kanada, Argentinien und Chile, im Himalaja Gebiet, sowie in Süd – und Ostafrika, nur in Nord- und Zentralasien fehlt die Bachforelle.

Die Heimat der Bachforelle sind die kalten (max. 20 °C) und sauerstoffreichen Bäche im Gebirge. Sie ist der Leitfisch der nach ihr benannten Forellenregion.

Man findet die Bachforelle auch in Talsperren und natürlichen Seen, besonders im Alpen- und Voralpengebiet.

Die Bachforelle liebt Gumpen, überhängende und unterspülte Ufer oder in das Wasser hängende Bäume sowie kiesigen, steinigen und sandigen Boden in kaltem, sauerstoffreichen Wasser.

Die Bachforelle ist standorttreu (sie lebt immer am gleich Platz), und verlässt diesen Platz nur zur Laichzeit oder bei Störungen. Erwachsene Bachforellen beansprucht ein eigenes Revier. Während des Tages verbirgt sie sich im Uferschatten und steht mit dem Kopf gegen die Strömung im Wasser.

Die Verbreitung der Bachforelle ist stark mit der englischen Kolonialisierung verbunden. Sie bewohnt aber auch stehende Gewässer, wenn sie ihr zusagen und einen Zufluss mit Laichmöglichkeiten besitzen. Hier sind die Abgrenzungen zur Seeforelle fließend.


Fortpflanzung

Laichzeit der Bachforelle (Salmo trutta fario) ist von Oktober bis Januar. In dieser Zeit ziehen die Bachforellen zum laichen fluss- bzw. bachaufwärts in die flachen Nebengewässer mit schnell fließenden Wasser.

Die weiblichen Bachforellen schlagen Laichgruben mit einem Durchmesser von ca. 50 cm in den Kies, in die sie dann zwischen 1000 und 1500 erbsengroße, gelblich bis orangenfarbene Eier legen.

Die Paarung beginnt, indem der die männliche Bachforelle mit der Schwanzflosse gegen die Seite des Weibchens schlägt.

Dies löst einen Berührungsreiz aus, der zur Ablage der Eier führt. Die Eier fallen dann in die (vom Weibchen) vorher mit dem Schwanz ausgegrabene flache Laichgrube.

Die die männlichen Bachforellen besamen diese sofort und bedecken die Eier durch Schläge mit der Schwanzflosse wieder mit Kies. Nach 2,5-4 Monaten schlüpfen die jungen Bachforellen. Anfangs ernähren sich diese aus dem Dottersack. Mit 3 bis 4 Jahren werden die Bachforellen geschlechtsreif.


Nahrung

Die Bachforelle (Salmo trutta fario) ernährt sich hauptsächlich von Kleintieren, wie z.B. Krebstieren, Insektenlarven und Vollinsekten. Manche Bachforellen spezialisieren sich auch auf kleine Fische (z.B. der Groppe), werden also zum Raubfisch. Sie neigen auch zum Kannibalismus.

Fressen Bachforellen ausschließlich Bachflohkrebse, bekommt ihr Fleisch ein rotes lachsartiges Aussehen. Einige Fische zeigen ein raubfischähnliches Verhalten. Das ist nicht zwingend der Größe der Bachforellen zu zuordnen, sondern hängt stark vom Nahrungsaufkommen der entsprechenden Gewässer ab. Dabei geht die Bachforelle stark opportunistisch vor, das was mit dem geringsten Energieaufwand und in der größten Menge verfügbar ist wird gefressen.

Die Bachforelle kann, wie kaum ein anderer Fisch zu Nahrungsspezialisierungen neigen, welche genereller oder saisonaler Natur sein können.