Bachsaibling

11. Mai 2018 Aus Von Chefupdate





Info

Bachsaibling (Salvelinus fontinalis)

Der Bachsaibling (Salvelinus fontinalis) kann in Nordamerika über 85 cm lang und über 8 kg schwer werden. In Deutschland beträgt die maximale Länge ca. 55 cm und das max. Gewicht ca. 1-1,5 kg.

Der Bachsaibling stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde 1884 bei uns eingeführt. Mittlerweile ist er in Europa, Nordamerika und Asien verbreitet.

Der Bachsaibling gehört zu den farbenprächtigsten Salmoniden, jeddoch wechseln die Farben von Population zu Population und sie verändern sich auch im Laufe des Jahres.

Der Bachsaibling ist ein Forellenähnlicher, spindelförmiger Fisch mit großem, spitz zulaufendem Kopf.

Im Vergleich zur Bachforelle ist der Bachsaibling weniger empfindlich gegenüber saurem Wasser (niedriger pH-Wert) und weniger auf Versteckmöglichkeiten angewiesen. Bachsaiblinge leben an ähnlichen Plätzen wie die Bachforelle und auch die Nahrungsansprüche des Bachsaiblings sind die gleichen. Daher konkurrieren sie miteinander, was zur Folge hat, dass beide Arten verdrängen.[amazon_link asins=’3774269661,386820430X,B0000YOLQA,B06XRZFLWT,B00T2SVVTK,B00K5RN0J6,B001BTLSKA,B00JA11MXO’ template=’ProductCarousel’ store=’chud48-21′ marketplace=’DE’ link_id=’07692264-552d-11e8-9e44-a18b60ae60dc’]


Bedeutung als Speisefisch

Der Bachsaibling (Salvelinus fontinalis) ist ein hervorragender Speisefisch. Er besitzt ein festes, aromatisches und fettarmes Fleisch. Bachsaiblinge besitzen nur wenige Gräten, die sich außerdem sehr leicht entfernen lassen. Bachsaiblinge kann man braten, grillen, dünsten oder räuchern.


Maximales Alter

Das maximal veröffentlichte Alter eines Bachsaiblings (Salvelinus fontinalis) betrug 24 Jahre.


Merkmale

Hier die wichtigsten Merkmale des Bachsaiblings:

  • lang gestreckte, nach vorn deutlich zugespitzte Körpergestalt mit hohem Schwanzstiel
  • großer Kopf mit sehr tiefer Mundspalte (Auge knapp hinter der Mitte des Oberkiefers)
  • das Maul des Bachsaiblings ist leicht oberständig
  • sein Schwanzstiel ist schlank, seine Schwanzflosse deutlich eingebuchtet
  • eine Fettflosse ist wie bei allen Salmoniden vorhanden
  • der Bachsaibling hat sehr kleine Schuppen
  • die Grundfärbung am Rücken ist bräunlich-oliv mit dunkler Marmorierung, seine Bauchseite ist gelblich bis kräftig rot (beim Milchner) gefärbt
  • die Körperflanken des Bachsaiblings sind mit meist gelblichen bis rötlichen Punkten bedeckt und manchmal etwas heller umrandet. Außerdem zeigen sich auf den Körperflanken manchmal bläuliche Flecken
  • die bauchseitigen Flossen des Bachsaiblings besitzen einen weißen vorderen Rand, welcher beim Milchner zur Laichzeit noch schwarz abgesetzt ist (Unterscheidung zum Seesaibling)
  • der Rest der bauchseitigen Flossen ist rot gefärbt. Die Rückenflosse ist mit zahlreichen Punkten, Linien oder Marmorierungen besetzt, ebenso die Schwanzflosse, welche bei manchen Bachsaiblingen zusätzlich auch rötliche Bereiche zeigt
  • das Pflugscharbein des Bachsaiblings ist vorne mit Zähnen besetzt
  • Flossenformel: D III-IV/8-14, A III-IV/8-14
  • Schuppenformel: 160-225 entlang der Seitenlinie
  • Wirbelzahl: 68-62

Verwechslungsarten: Seesaiblinge besitzen ebenfalls weiße Flossensäume. Ihre Flossen sind jedoch ungefleckt, außerdem kommen beide Arten in völlig unterschiedlichen Biotopen vor.


Größe

Der Bachsaibling (Salvelinus fontinalis) wird in Nordamerika maximal ca. 85 cm lang und ca. 8 kg schwer. In Deutschland werden Bachsaiblinge maximal ca. 55 cm lang ca. 1-1,5 kg schwer.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Der Bachsaibling (Salvelinus fontinalis) stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde 1884 bei uns eingeführt. Mittlerweile ist er in Europa, Nordamerika und Asien verbreitet. Im Gegensatz zur Bachforelle ist der Bachsaibling in Europa jedoch weniger verbreitet.

Als Kaltwasserfisch bevorzugt der Bachsaibling kühle, sauerstoffreiche Fließgewässer mit starker Strömung. Man findet ihn jedoch auch in Gebirgsseen. Im Vergleich zur Bachforelle ist der Bachsaibling weniger empfindlich gegenüber sauren Gewässern und weniger auf Unterwasserverstecke angewiesen.


Fortpflanzung

Männliche Bachsaiblinge werden nach 2, weibliche nach 3 Jahren geschlechtsreif. Der Bachsaibling laicht in der Zeit von Oktober bis März. Die Ansprüche an das Laichgewässer (starke Strömung) entsprechen denen der Bachforelle.

Die Eier (ca. 4 mm im Durchmesser) werden in Gruben im kiesigen Grund abgelegt und anschließend mit Kies bedeckt. Weibliche Bachsaiblinge legen ca. 2.000 Eier pro kg Körpergewicht.

Bachsaiblinge bauen in einigen Seen sehr gute Bestände auf, die sich auch selbständig reproduzieren. Aus der Kreuzung zwischen dem Bachsaibling und der Bachforelle entstehen die Tigerforellen (diese sind nicht fortpflanzungsfähig) und zeigen golden-gelbliche Flecken auf ihrem Körper. Der “Elsässer Saibling” ist eine Kreuzung zwischen dem Bachsaibling und dem Seesaibling.


Nahrung

Der Bachsaibling (Salvelinus fontinalis) ernährt sich in freier Natur von Würmern, Insektenlarven, Schnecken, Bachflohkrebsen und sonstigen Wirbellosen sowie Anflugnahrung. Größere Bachsaiblinge fressen auch Fische.