Falafel

30. Mai 2018 Aus Von Chefupdate





Falafel (arabisch فلافل, DMG falāfil, Audio-Datei / Hörbeispiel Falāfel) sind frittierte Bällchen aus pürierten Bohnen oder Kichererbsen, Kräutern und Gewürzen, die vor allem als Imbiss beliebt sind. Das Gericht stammt aus der arabischen Küche.

Verbreitung

Ort und Zeit der Entstehung der Falafel sind nicht bekannt, es dürfte sich aber um ein sehr altes Gericht handeln. Manche Historiker nehmen an, dass es in Ägypten entstanden ist, wo es auch Ta’amia genannt wird, und möglicherweise von den christlichen Kopten als fleischloses Gericht für die Fastenzeit geschaffen wurde. Andere vermuten seine Herkunft jedoch eher im Libanon oder in Palästina. Falafel gehört zu allen Küchen des Nahen und Teilen des Mittleren Ostens sowie Nordafrikas.

Auch in Israel gilt Falafel als Nationalgericht und wird von allen Einwohnern Israels zubereitet, unabhängig von Ethnie, Herkunft oder Religion. In der Sefardisch-arabisch-jüdischen Kultur des Nahen Ostens hatte Falafel als Bestandteil der lokalen Kochtradition bereits lange vor der Gründung des Staates Israel einen festen Platz.

In Deutschland wird Falafel seit Anfang der 1980er Jahre angeboten, meist an arabisch ausgerichteten Imbissständen, zunehmend auch an türkischen als Alternative zum Döner Kebab.

Zubereitung

Zur Zubereitung der Falafel werden zuerst Bohnen oder Kichererbsen eingeweicht und durch den Fleischwolf gedreht. Dann werden Petersilie, Korianderkraut, Knoblauch und Lauchzwiebeln fein gehackt und dazugegeben sowie etwas Backpulver und als Gewürze Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel. Je nach Rezept können noch Dill, Cayennepfeffer oder Bulgur hinzukommen. Anschließend werden alle Zutaten für die Falafel noch einmal durch den Fleischwolf gedreht und zu einem Teig verknetet. Nach einer Ruhezeit werden aus dem Teig etwa walnussgroße Bällchen geformt, wofür es einen besonderen Falafellöffel oder Falafelportionierer gibt, und goldbraun frittiert.


Serviert wird Falafel in der Regel mit Tahina (Sesamsauce) oder Hummus (Kichererbsenmus) und verschiedenen eingelegten oder gebratenen Gemüsen und Pita, einem dünnen Fladenbrot. Als Imbiss „auf die Hand“ wird Falafel mit Gemüse oder Salat in einem aufgeklappten Fladenbrot oder als Wrap angeboten, häufig wird als Gewürz Sumach hinzugefügt.

Eine spezifisch Berliner Erfindung sind Falafel mit Mangosauce. Im Irak und teilweise in Israel wird sogenannte Ambasauce verwendet. Diese enthält Mangoanteile, ist aber eher säuerlich. In Berlin führten einige irakische Imbisse eine Variante mit süßem Mangosaft ein, die sich verbreitete. Ebenso entsprechen die deutschen Varianten mit einer Vielzahl von Saucen und Salaten in einem Dönerbrot keineswegs der sparsamen „arabischen“ Version des ursprünglichen Armeleuteessens, bei der Falafelbällchen nur mit etwas Sesamsauce serviert werden.[amazon_link asins=’B004AW8X8K,B07D9XPS6G,B06X1GCDJG,B06XDBYCZX,B00IORP8D0′ template=’ProductCarousel’ store=’chud48-21′ marketplace=’DE’ link_id=’4c4dbda1-644e-11e8-8733-7fcf6011c191′]